7. März 2022

Selbstverletzung ist dein Freund

Im Hintergrund die Spiegelung von Natalies Gesicht in einer Glasscheibe. Im Vordergrund ein Zettel, auf dem steht: "Was zählt, ist was zu ändern ist."

Selbstverletzung ist dein Freund. Nein, wirklich. Ich weiß, wie stigmatisiert es ist, sich selbst Schmerzen zuzufügen, wie negativ man dafür bewertet wird, und wie man sich oft selbst dafür hasst.


Aber, ich sag es nochmal: Selbstverletzung ist dein Freund. Es ist der Weg, den du gefunden hast, um mit deinen Gefühlen oder mit der Welt da draußen umzugehen. Ich sage nicht, dass es der beste Weg ist, oder der einzige, aber es ist der Weg, der für dich grade funktioniert. (Und es gibt mittlerweile sogar wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, warum er für Menschen mit Borderline funktioniert).


Die Tatsache ist: Selbstverletzung ist nicht böse, schlecht oder verrückt (Bewertung!!). Es ist eine Strategie, die du verwendest, wenn du nicht mehr anders weiter weißt. Vielleicht benutzt du sie, um deine Gefühle auszudrücken (Wut oder Trauer oder Angst), um anderen mitzuteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist, um dich zu erden, um dich vor erwarteter Bestrafung zu schützen, in dem du die Bestrafung vorwegnimmst.

Es hilft nicht, sie zu verurteilen.


Es ist viel wichtiger, die Gründe dahinter zu verstehen und zu lernen, mit ihnen umzugehen. Denn es gibt andere Möglichkeiten, mit seinen Gefühlen zurechtzukommen. Und wenn du das möchtest, kannst du sie lernen und schauen, ob sich dadurch dein Leben zum Positiven verändert.

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